Skulpturen
Büste Fürst Franz Josef II. von Kees Verkade
Büste von Fürst Franz Josef II. (+1989) von Kees Verkade
2007, Bronze
Standort beim Rathaus (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz

Im Jahr 2006 beauftragte die Gemeinde Vaduz den in Monaco lebenden Niederländer Kees Verkade mit der Erstellung des Kunstwerkes. Anlass war der 100. Geburtstag des 1989 verstorbenen Fürsten Franz Josef II.
Die Büste soll daran erinnern, dass Franz Josef II. der erste regierende Fürst mit Wohnsitz in Liechtenstein war. Unter seiner Regentschaft entwickelte sich Liechtenstein vom Agrarstaat zum modernen Industrie- und Dienstleistungsstaat. Fürst Franz Josef II. war ein beliebter Landesvater.

Künstlerportrait

Kees Verkade

Geb. 1941, Haarlem, Niederlande 
Der niederländische Künstler und Bildhauer spezialisiert sich auf die Modellierung der menschlichen Form, mit einem Schwerpunkt auf Bewegung und Emotion. Seine Kunstwerke zeigen eine Vielzahl von Menschen, einschließlich Kinder, Clowns, Sportler, Tänzer, Mütter und Liebhaber.
1955 - 1956 Unterricht im Zeichnen und Malen in Amsterdam
1958 - 1963 Studium an der Royal Academy of Art in Den Hag
1964 Erste Ausstellung in der Vishal in Haarlem
1965 Produktion einer Büste von Sir Winston Churchill
Website www.keesverkade.com
Tre Cavalli von Nag Arnoldi
Tre Cavalli von Nag Arnoldi
2002, Bronze
Standort Rathaus - Haupteingang (Lageplan) 
Eigentum Gemeinde Vaduz
Die expressiven Bronzen von Nag Arnoldi zeigen Einflüsse von Marino Marini und Pablo Picasso, aber auch aus der Präkolumbianischen Kunst. Seine Werke haben eine klare Identität. Die Einmaligkeit der Struktur der aufgebrochenen Gussfläche steht in starkem Gegensatz zu den stellenweise polierten Oberflächen. Dabei spielen das Licht, die Reflexion und die Immaterialisierung eine ganz bedeutende Rolle. Das Thema ist der Mythos Pferd und Mensch, der zwischen Freude und Schmerz dargestellt wird.

Künstlerportrait

Nag Arnoldi

Geb. 1928, Lugano, Schweiz
Der 1928 geborene Künstler zählt zu den bedeutendsten Schweizer Bildhauern. Er wohnt und arbeitet bei Lugano, hat Ateliers in Venedig und Mexico. Nag Arnoldi wurde oft ausgezeichnet, und seine grossformatigen Bronzen finden sich an vielen öffentlichen und privaten Plätzen und Gebäuden. Ausstellungen in Rom, Venedig, Basel, Lugano, Mailand, St. Gallen, Zürich, Genf, Bologna, Mexico City, New York, San Francisco, Palm Springs, Beverly Hills, Los Angeles, Glarus, Frankfurt, Verona, Florenz, St. Petersburg und Vaduz.
Hochsitz von Robert Indermaur
Hochsitz von Robert Indermaur
2000, Eisen, Bronze 2/2, 365 x 60 x 60 cm 
Standort vis-à-vis Rathausplatz (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz

Der "Hochsitz" ist Teil der Serie "Höhenluft", die auch Werke wie "Orbiter" oder "Der Überschreiter" umfasst. Er ist gleichfalls eine ständig wiederkehrende Metapher im Werk Indermauers für Situationen, die den Überblick erfordern. Es geht ihm um den Drang des Menschen nach Begreifen und Verstehen. Es geht darum, sich aus einer besonderen Warte Einblick zu verschaffen in die Zusammenhänge dieser Welt und dieser Gesellschaft; Zusammenhänge, die aus dem bequemen Fauteuil vor dem TV nicht sichtbar sind. Und es geht darum, dieser Welt gegenüberzustehen als ein aufmerksamer und einfühlsamer Beobachter und ein gleichzeitig meditativer Verarbeiter des Erlebten und Geschauten. Eigentlich ist der "Hochsitz" darum eine philosophische Grundstellung.

Künstlerportrait

Robert Indermaur

1947, Chur, Schweiz
Indermaur besucht die Schule in Chur bis zum Abschluss der Ausbildung am Lehrerseminar. Nach Reisen durch Asien und Afrika und Europa richtet er sich in Chur ein Atelier ein und beschäftigt sich mit der Malerei als Autodidakt. Während der ersten drei Jahre entstehen abstrakte Kompositionen. Dann wendet sich Indermaur figürlichen Darstellungen zu. Er schafft neben Bildern und Zeichnungen auch Druckgrafik, Wandbilder, Karikaturen, Bühnenbilder, Skulpturen und Objekte. Indermaur sagt: "Ich versuche in meiner Arbeit menschlichen Zielen, Absichten und Träumen nachzuspüren. Ich versuche geistige Räume zu schaffen, in denen die Hoffnung lebt, dass wir eine Zukunft haben und dass wir imstande sind, diese positiv zu gestalten." Indermaur lebt in Almens, Schweiz.
Website www.indermaur.net
Progression einer Form in 3 Stelen von Christian Megert
Progression einer Form in 3 Stelen von Christian Megert
2002, Granit, Liechtenstein-Skulptur
Standort Rathausplatz (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz, mit Unterstützung der Ars Rhenia Stiftung
Die 3 Stelen auf dem Rathausplatz vor dem Rathaus in Vaduz sind aus südafrikanischem Granit gearbeitet. Die Form basiert auf dem alten ägyptischen Zeichen "ka": Symbol für ewiges Leben und Beständigkeit. Die nach allen Seiten offene und die Umgebung reflektierende Skulptur ist Wegmarke und Ort des Verweilens.
Der Standort und die Anordnung der 3 Stelen verweisen auf die Bedeutung der Offenheit zwischen Liechtenstein, Österreich und der Schweiz.

Künsterportrait

Christian Megert

Geb. 1936, Bern, Schweiz 
1952-56 Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern.
1956 Erste Ausstellung in Bern: weiß in weiß gemalte Bilder.
1957-1960 Aufenthalte in Stockholm, Berlin und Paris. Monochrome Material- und Strukturbilder, Plastiken aus Eisen und Kunstharz, erstmals Spiegel in Arbeiten als Lichtreflektor.
1960 Umzug nach Bern.Mitbegründer der internationalen Gruppe „Nouvelle Ecole Européenne“ (N.E.E.) in Lausanne.Bekanntschaft mit den Künstlern der ZERO-Gruppe.
Ab 1960 Bildmontagen mit Spiegeln und Glas als Objekte und Environments
1961 Publikation seines Manifests „Ein Neuer Raum“ anlässlich der Einzelausstellung in der Kopenhagener Galerie Kopke
1962 organisiert ZERO-Ausstellungen in der Schweiz.
1964 Mitbegründer der Galerie Aktuell in Bern, die als Künstler-Kollektiv die Förderung der neuen Tendenzen in der Kunst als Ziel hat.
1968 Teilnahme an der documenta IV.
1973 Umzug nach Düsseldorf
ab 1974 Gestaltung von öffentlichen Innenräumen und Realisation von Großskulpturen aus Stein.
1976-2002 Lehrstuhl für „Integration Bildende Kunst und Architektur“ an der Kunstakademie Düsseldorf.

Seit 1960 arbeitet Christian Megert vorwiegend mit Glas und Spiegel - später auch mit poliertem Stein - auf der Grundlage seines Manifestes "Ein neuer Raum". Dieses wurde anlässlich seiner Ausstellung in Kopenhagen 1961 publiziert. Es enthält den Aufruf, mit der Hilfe von Kunst alles Räumliche neu zu überdenken. Das zentrale Thema der künstlerischen Arbeit von Christian Megert ist der Raum: dessen Neugestaltung, Veränderung, Virtualisierung und Neubestimmung. Für seine Konzepte und Arbeiten erhielt er 1976 den Ruf auf den Lehrstuhl für die "Integration von Bildender Kunst und Architektur" an die Kunstakademie Düsseldorf.
Website www.megert.de
Monoform 29 von Gottfried Honegger
Monoform 29 von Gottfried Honegger
1991, Dunkler Granit
Standort Einmündung Beckagässli - Städtle (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz

"Monoform 29" aus dem Jahre 1991 stellt ein Hauptwerk des Künstlers Gottfried Honegger dar, das er selbst als positives Zeugnis der Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Die Skulptur aus dunklem Granit ist 300 cm hoch. Sie besteht aus sechs gleichen Elementen, je 50 cm hoch und jeweils um 15 Grad verdreht.

Künstlerportrait

Gottfried Honegger

Geb. 1917, Zürich, Schweiz 
Gottfried Honegger absolvierte eine Lehre als Schaufensterdekorateur. 1958 bis 1960 war er Art Director bei J.R. Geigy AG, New York. Seine erste Einzelausstellung führte er 1959 in der Martha Jackson Gallery in New York durch. Ab 1960 bis 1997 wirkte er in Paris und seit 1997 in Cannes. 2001 wurde er mit dem Orden der Légion d'honneur ausgezeichnet. Gottfried Honegger zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts in Europa.
Werke von Gottfried Honegger waren bereits zweimal im Kunstmuseum Liechtenstein zu sehen. Anlässlich der Ausstellung im Jahr 2001 gab die Philatelie Liechtenstein zwei Briefmarken von Gottfried Honegger heraus. Die Hilti art foundation zeigte im Jahr 2005 einen Teil ihrer Sammlung und widmete einen ganzen Saal ausschliesslich dem Werk von Gottfried Honegger.
Phoenix von Doris Bühler
Phoenix von Doris Bühler
2003, Bronze
Standort Städtle 14 (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz

Doris Bühler über ihr Werk: "Als bildende Künstlerin interessiert mich am meisten der Mensch als solcher. Der menschliche Körper in seiner Kraft und Schönheit ist was mich in hervorragender Weise fesselt und beschäftigt. An ihm versuche ich immer wieder der Natur ihre tiefsten Geheimnisse abzuringen und durch meine Werke auszudrücken. Da nach der Nilflut stets die Vögel als Erstes erschienen, brachten die Ägypter Phoenix mit dem sich jährlich erneuernden Osiris in Verbindung. Der Feuervogel symbolisiert ewiges Leben, Auferstehung und das Leben nach dem Tod."

Portrait der Künstlerin

Doris Bühler

Geb. 1970, Liechtenstein
1990 Handelsdiplom in der Schweiz,
1994 "Bachelor of Fine Arts" am Wheaton College in Norton, Mass (USA).
2000 "Masters of Fine Arts in Sculpture" an der New York Academy of Figurative Art.
Danach etablierte sie ihr eigenes Atelier als freischaffende Künstlerin in der Heimat. Seit 2003 ist sie mit einem Atelier in Trübbach auch in der Schweiz vertreten. Im Herbst 2004 erhielt sie den Beverly Hoyt Robertson Memorial Preis von der "National Sculpture Society", New York, USA. Ihre Atelier- und Stipendienaufenthalte führten sie nach Boston, New York, in die italienische Toskana, nach Paris und nach Berlin. 
Website www.dorisbuehler.li 
Stehende Figur von Herbert Albrecht
Stehende Figur von Herbert Albrecht
1970, Bronze
Standort Städtle 22 (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz

Die "Stehende Figur", eine Bronze, die vom Stein abgenommen wurde, entspricht der typischen Skulpturensprache. Albrechts Werk hat mit dem Thema der Figur zu tun, ihrer Verwandlung durch verschiedene An-Sichten. Dabei spielt für ihn die Erfahrung des Kubismus, jedoch auch die der klassischen und vorklassischen Skulptur, wie dies an einzelnen Stücken deutlich wird, eine grosse Rolle. Obwohl Albrecht von Block und Kubus ausging, so hat er sich doch von dieser Position entfernt. Aus den elementaren Körperlandschaften mit differenzierten, ineinander verschobenen Formen, die manchmal vegetativen Charakter annehmen und einer komplizierten Lichtregie gehorchen. Albrecht ist hier wie ein Tänzer, der das Gewicht vergessen macht.

Künstlerportrait

Herbert Albrecht

1927, Bregenzerwald, Österreich
Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Innsbruck von 1941-1946, wo Hans Pontiller sein erster Lehrer wurde. Anschliessend Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Fritz Wotruba und Herbert Boeckl. Bekanntschaft mit Bildhauerkollegen Joannis Avramidis, Wander Bertoni, Otto Eder, Josef Pillhofer, Andreas Urteil. 1955 Abschluss der Akademie und erstes Atelier in Vorarlberg, 1960-1962 monumentale Portalgestaltung für die Zisterzienserabtei Mehrerau-Bregenz, Verleihung des Theodor-Körner-Preises. 1964 Beginn einer reichen Ausstellungstätigkeit in Galerien und Museen in europäischen Ländern und New York. 1987 Verleihung des "Internationalen Kunstpreises des Landes Vorarlberg". 1993-1997 Gastprofessur an der TU Graz. 1998 grosse retrospektive Ausstellung im Wiener Künstlerhaus. 2002 Verleihung des Ehrenkreuzes der Republik Österreich für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. Lebt und arbeitet in Wolfurt bei Bregenz.
Renaissance von Daniel Spoerri
Renaissance von Daniel Spoerri
1985, Bronze
Standort Städtle 22 (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz

Die Bronzeskulptur "Renaissance" von 1985 gibt es nur in drei Güssen, wovon eine Arbeit in der Fondation Picasso in Antibes ist und die zweite im Giardino von Daniel Spoerri in der Toscana. Dieses Werk ist sehr typisch für den Künstler und seine Ausdruckskraft. Fundstücke, bestehend aus einer tordierten Renaissance-Säule aus Holz, einer Hand, einem Herz und einem Engelskopf, werden zusammengefügt und zu einer Einheit durch den Bronzeguss. Die Renaissance, der Beginn der Neuzeit, lässt somit auch dem Betrachter eine neue, ihm eigene Interpretation dieses Werkes zu.
Ein Erdbeben gab den Anstoss zum Thema: Die Säule mit ihrer stützenden Funktion - ein Symbol für alles Gebaute, wohingegen die sizilianische Erde der gewaltigen Zerstörung des Erdbebens ausgesetzt war. Und ein Symbol für die Wiedergeburt der zerstörten Stadt Giballina.

Künstlerportrait

Daniel Spoerri

Geb. 1930, Galati, Rumänien
Schweizer Objektkünstler rumänischer Abstammung. Nach anfänglicher Tätigkeit als Tänzer und Regisseur in Bern und Darmstadt liess er sich 1959 in Paris nieder und wurde 1960 Mitbegründer des "Nouveau Realisme". Im gleichen Jahr entstanden seine "Fallenbilder", die zufällige Situationen auf Tischflächen aus ihrem natürlichen Kontext lösen und unverändert fixieren. 1968 eröffnet Spoerri ein Restaurant in Düsseldorf und gab eine "Eat-Art"-Edition heraus, in der sich auf humorvoll-ironische Weise die neodadaistische Identifikation von Kunst und Leben manifestierte. Als einer der Hauptvertreter des "Nouveau Realisme" bezieht Daniel Spoerri gewöhnliche Dinge in seine Kunstwerke ein und überbrückt dabei oft mit ironischer Wirkung die Kluft zwischen Kunst und Alltagskultur. 2009 wurde in Hadersdorf am Kamp in Niederösterreich das "Kunststaulager Spoerri" eröffnet. Mehr Informationen hierzu: www.spoerri.at
Grande Cavallo von Nag Arnoldi
1988, Bronze
Standort Städtle 28 (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz
Die expressiven Bronzen von Nag Arnoldi zeigen Einflüsse von Marino Marini und Pablo Picasso, aber auch von der Präkolumbianischen Kunst. Seine Werke haben eine klare Identität. Die Einmaligkeit der Struktur der aufgebrochenen Gussfläche steht in starkem Gegensatz zu den stellenweise polierten Oberflächen. Dabei spielen das Licht, die Reflexion und die Immaterialisierung eine ganz bedeutende Rolle. Das Thema ist der Mythos Pferd und Mensch, der zwischen Freude und Schmerz dargestellt wird.

Künstlerportrait

Nag Arnoldi

Geb. 1928, Lugano, Schweiz
Der 1928 geborene Künstler zählt zu den bedeutendsten Schweizer Bildhauern. Er wohnt und arbeitet bei Lugano, hat Ateliers in Venedig und Mexico. Nag Arnoldi wurde oft ausgezeichnet, und seine grossformatigen Bronzen finden sich an vielen öffentlichen und privaten Plätzen und Gebäuden. Ausstellungen in Rom, Venedig, Basel, Lugano, Mailand, St. Gallen, Zürich, Genf, Bologna, Mexico City, New York, San Francisco, Palm Springs, Beverly Hills, Los Angeles, Glarus, Frankfurt, Verona, Florenz, St. Petersburg und Vaduz.
Reclining Woman von Fernando Botero
Reclining Woman von Fernando Botero
1993, Bronze, Ex. 1/3, 134.6 x 349.3 x 167.6 cm (inkl. Plinthe) 
Standort nördlich des Kunstmuseums (Lageplan)
Eigentum Kunstmuseum Liechtenstein, Schenkung der Lampadia-Stiftung Vaduz 2002 
Die Skulptur, die in figurativem Stil einen liegenden Frauenakt als Symbol der schlafenden Seele zeigt, steht in der Tradition der Monumentalskulptur und ist somit für den Aussenraum entstanden. "Kunst ist immer ein Übertreiben der Wirklichkeit, ihrer Farbe, ihrer Form, ihrer geistigen Bedeutung", sagt Fernando Botero, wenn man ihn nach den ausufernden Formen seiner Figuren fragt, die sowohl seine Malerei als auch seine Plastiken bestimmen. Botero lässt in seinen Werken die Sinnlichkeit, Schönheit und Fruchtbarkeit der Frau bildlich werden.

Künstlerportrait

Fernando Botero

Geb. 1932, Medellín, Kolumbien
Studium in Bologna, Florenz und Madrid. Auseinandersetzung mit Francisco de Goya und Diego Velázquez. Übernimmt ihre technische Perfektion. In seinen Bildern und Skulpturen finden wir meist dickleibige, grotesk-naive Wesen allein oder in Gruppen. Gigantische Frauen stehen neben zu Zwergen geschrumpften Männern. Dieses Volumen steht für die Präsenz der Figuren, die Räume und Orte füllen. Trotzdem vermitteln sie Ausgewogenheit und Schönheit. Botero lebt seit 1960 in New York.
Website www.fernando-botero.de
African King von Gunther Stilling
African King von Gunther Stilling
2002, Bronze, Ex 1/6
Standort Städtle (Lageplan)
Eigentum Gemeinde Vaduz
In vielen formalen Ansätzen geht Stilling von den Regeln der klassischen Ästhetik aus. Das Studium der griechisch-römischen Antike und der italienischen Renaissance, aber auch des Manierismus und des Barock haben in seinem Werk Spuren hinterlassen, die ohne seine zahlreichen Italienaufenthalte nicht denkbar sind. Dem menschlichen Kopf widmet Stilling einen Hauptteil seines Schaffens. Seine Skulpturen erhalten durch scharfe Einschnitte, durch Schichtungen und geometrische Ergänzungen eine zusätzliche Dimension. Das "non finito" in seinen Arbeiten, das Fragment, die wechselnd rauen und glatten Oberflächen visualisieren mit ihren Zerklüftungen Vergänglichkeit, Macht und Gewalt.

Künstlerportrait

Gunther Stilling

Geb. 1943, Srpski Miletic, Jugoslawien
1964- 1969 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Hannes Neuner und Prof. Christoff Schellenberger.
Bildhauerei bei Prof. Rudolf Hoflehner. Ausbildung zum Bronzegießer bei H. Heinzel.
Seit 1969 Freiberufliche Tätigkeit als Bildhauer.
1973- 1978 Assistent von Prof. C.H. Kliemann am Institut für Bildenende Künste an der Universität Karlsruhe. Beginn mit Radierungen.
Seit 1975 Mitglied des Künstlerbundes Baden-Württemberg.
1978- 1979 Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg.
Seit 1979 Professor für Plastisches Gestalten an der University of Applied Sciences Kaiserslautern.
Seit 1980 Zweites Atelier in Pietrasanta bei Carrara, Italien.Beginn mit Steinarbeiten.
1992 Lehrauftrag an der Universität Karlsruhe
Lehrauftrag an der Universität Brighton, England.
Lebt und arbeitet in Güglingen und in Pietrasanta, Italien.
Seine Skulpturen sind auf sehr vielen Plätzen und in öffentlichen Räumen in Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein präsent.
Website www.stilling.de
Schweizer-Brunnen von Roman Signer
Schweizer-Brunnen von Roman Signer
2003, Chromstahlplatten, Stahlbeton, 340 x 800 x 45 cm,
zweiwandiger Hohlkörper in matten Chromstahlplatten, aufgesetzt auf Stahlbetonfundament, Wasserstrahl mit Pumpe im Umwälzbetrieb
Standort Städtle, bei der Post Vaduz (Lageplan)
Eigentum Land Liechtenstein
Der Schweizer-Brunnen, ein Geschenk des Vereins der Schweizer in Liechtenstein, stellt keinen Brunnen im traditionellen Sinn dar, sondern vielmehr eine skulpturale Installation, die mit Wasser arbeitet. Signer verlegt bei seiner Arbeit den Akzent der Wahrnehmung des Wassers vom Sichtbaren ins Hörbare und reduziert dadurch die Erfahrung auf das individuelle Erlebnis. Auch ein Bezug zur örtlichen Situation ist durch die Öffnung der Stahlwände in ihrer Mitte gegeben.

Künstlerportrait

Roman Signer

Geb. 1938, Appenzell, Schweiz
1966 Studium an der Schule für Gestaltung, Zürich
1969-71 Studium an der Schule für Gestaltung, Luzern
1971-72 Studium an der Akademie der Künste, Warschau/PL
seit 1972 freischaffender Künstler
Preise und Auszeichnungen
2008 Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur
2006 Aachener Kunstpreis
2004 Kulturpreis St. Gallen
1998 Kulturpreis St. Gallen und Kulturpreis Konstanz
1995 Kulturpreis Bregenz
1977 Eidgenössisches Kunststipendium
1974 Eidgenössisches Kunststipendium
1972 Eidgenössisches Kunststipendium
Kiefer-Hablitzel Stipendium
Lebt und arbeitet vor allem im Bereich Aktion und Performance. Signers "Aktionsskulpturen" beinhalten Aufbau und Durchführung von Experimenten. Die Durchführung ist exakt geplant und dokumentiert und führt meist zu Explosionen, Kollisionen und der Flugbahn von Objekten durch den Raum. Signer präsentiert den Zusammenhang von Ursache und Wirkung als eine künstlerische Version einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung.
Website www.romansigner.ch
Z-Würfel von Georg Malin
Z-Würfel von Georg Malin
1997, Chromnickelstahl, 340 x 340 x 340 cm
Standort Postgebäude (Lageplan)
Eigentum Liechtensteinische Staatliche Kunstsammlung
Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Georg Malin mit Würfeln. Aus kleinen polierten Bronzen entwickeln sich die mit Buchstaben besetzten Würfel. Diese Buchstabengebilde können bis zu fünf Meter hoch werden, trotzdem umschreiben sie immer noch den Kubus. Beim Betrachten des Z-Würfels stellt man fest, dass der Schaft des Buchstabens, der den oberen und unteren Querbalken verbindet, "falsch" verläuft: Statt von rechts oben nach links unten, verbindet er links oben mit rechts unten. Das Z ist also spiegelverkehrt gezeichnet. Blickt man aber durch die Skulptur auf die gegenüberliegende Seite des Kubus, so erkennt man den Buchstaben Z in korrekter Schreibweise. Die Vorderseite des Würfels zeigt so die Rückseite des Buchstabens, der Buchstabe ist auf die Würfelinnenseite geschrieben, und erst, wenn man in Zentrum des Würfels steht, erhält das Zeichen einen Sinn.

Künstlerportrait

Georg Malin

1926, Mauren, Liechtenstein
Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie in Zürich und Fribourg; Ausbildung zum Bildhauer in Zürich. Ab 1955 freischaffender Künstler und Wissenschaftler. 1968-1995 Konservator der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung. Prägend für die archetypisch klare, organische Formensprache werden gestalterische Lösungen Brancusis, Moores und Arps. Die Vorliebe für geometrische Grundformen manifestiert sich in den 80er Jahren in der Arbeit mit den visuellen Qualitäten des Würfels. Das immer wieder um Themen des Werdens und Vergehens kreisende Werk umfasst grosse Skulpturen in Stein und Stahl, bronzepolierte Köpfe, Blütenformen und Stelen. Parallel dazu entstehen Zeichnungen und Aquarelle.
Figure in a Shelter von Henry Moore
Figure in a Shelter von Henry Moore
1983, Bronze, 183 x 213.5 x 244 cm
Standort Peter-Kaiser Platz (Lageplan)
Eigentum Liechtensteinische Staatliche Kunstsammlung
Die Skulptur "Figure in a Shelter" von Henry Moore ist nur wenige Jahre vor dem Tod des Künstlers entstanden. Sie veranschaulicht sowohl das formale Leitbild der inneren und äusseren Form als auch das inhaltliche Grundmotiv der geborgenen und zugleich bergenden menschlichen Gestalt. Die Skulptur besteht aus drei auf einer kreisförmigen Plinthe montierten Teilskulpturen. Zwei fragmentierte, gegeneinander versetzte Schalen bilden den seitlich offenen Schutzraum (shelter); ein dritter kleinerer und offensichtlich figürlicher Teil kann als stehender weiblicher Torso gelesen werden. Die Shelter Formen weisen unterschiedliche Dimensionen und Konturen auf. In der Öffnung des schützenden Raumes steht die Figur, deren bevorzugte Ansichtsseite wenige weibliche Motive zeigt. Die Deutung als mütterliche Frau ist naheliegend, wiewohl Moore auf die Verkörperung eines Kindes verzichtet hat und nur die wiegende Bewegung der grossen diagonalen Falte vor dem Leib sein immer wiederkehrendes Mutter- und Kind-Thema andeutet.

Künstlerportrait

Henry Moore

Geb. 1898 Castleford/Yorkshire - gest. 1986 Much Hadham/Hertfordshire
Zunächst Lehrer.
1918 im Kriegsdienst verletzt.
1919-24 Studium an der Leeds School of Art und am Royal College of Art in London, wo er bis 1932 Bildhauerei lehrt. Leitet bis 1939 die von ihm eingerichtete Abteilung für Skulptur an der Chelsea School of Art in London. Studium archaischer und Maya Kunst im British Museum.
1925 in Italien auch von Masaccio und Michelangelo und in Frankreich von Cézanne beeindruckt. Die früheren Holz- und Steinskulpturen, die sich bereits mit dem zentralen Thema Moores, der menschlichen Figur, auseinandersetzen, zeugen von diesen Einflüssen. Später von Werken Picassos und Brancusis und in den 30er Jahren vom Surrealismus und Ben Nicholson angeregt. Während des 2. Weltkriegs entsteht ein umfangreiches graphisches Werk, danach v.a Bronzeskulpturen, die in den 50er Jahren monumentale Ausmasse annehmen und häufig als Auftragsarbeiten entstehen. Mit seinem vielgestaltigen Werk gehört Moore zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jh.
Website der Henry Moore Foundation www.henry-moore.org
Zwei Licht-Prismen von Heinz Mack
Zwei Licht-Prismen von Heinz Mack
2002 (8 und 10 m)
Standort Kirchstrasse (Lageplan) 
Eigentum Dr. Ludwig Marxer Familienstiftung, Vaduz
Die beiden Stelen mit dreieckigem Grundriss sind aus einem farbigen, speziell bedampften Glas, welches seine Erscheinungsweise sehr vielfältig mit den wechselnden Lichtverhältnissen und auch mit dem Standort des Betrachters ändert. Die Glasskulpturen spiegeln die gesamte Umgebung, dabei kommt es zu Veränderungen und Brechungen. Die Stelen dokumentieren eine neue, andere Realität an einer zentralen Stelle von Vaduz. "Es sind die Träume, die man träumt, wenn das Licht mit der Materie schläft." (Zitat Heinz Mack)

Künstlerportrait

Heinz Mack

Geb. 1931, Lollar/Hessen, Deutschland
Die zentralen künstlerischen Themen von Heinz Mack, der 1958 mit Otto Piene die Gruppe "Zero" in Düsseldorf gründete, sind: Licht, Bewegung, sowie Strukturen, Raum und Zeit. Die Skulpturen und Bilder seines spektralen und grossen Gesamtwerkes sind die Medien hierzu.
1953 schliesst der Künstler sein Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf ab und 1956 sein philosophisches Studium in der Universität zu Köln (Staatsexamen).
Von 1964 bis 1966 lebt und arbeitet der Künstler in New York.
Seit 1967 befindet sich sein Atelier und Wohnsitz auf dem Huppertzhof in Mönchengladbach, 1989 bezieht er ein zweites Atelier auf Ibiza.
Website www.mack-kunst.com